Wer uns diesen Monat besonders fehlt? - BIRCH ist der charismatische Anführer der ‘Apostels of the Golden Light’, der seine sogenannte Glaubensgemeinschaft mit clean living, kommunalem Leben und positiver Spiritualität ins Licht führen will. In der Heimat der Kommune, einer Farm mit dem Namen Golden Spring etwas ausserhalb Boston, ist Birch zweifellos eine Art König - ein Prophet, ein Vorbild und auch gerne mal Objekt romantischer Fantasien der Mitglieder. Die weltliche Vergangenheit von Birch ist ein Mysterium, selbst für seine engsten Anhänger - aus gutem Grund, den Birch sorgfältig geheim hält. | Weitere Informationen findet du hier : Golden Spring
         
- März. ’21. Willkommen im Storms & Saints! Da wir gerade erst unsere Tore eröffnet haben, ist noch nicht allzu viel passiert - umso mehr Gelegenheit für euch, sich aktiv am Plot des Forums zu beteiligen und die gemeinsame Story der Stadt voran zu bringen! Wir freuen uns schon auf eure Ideen, Vorstellungen und vor allem auf euren Tatendrang, und sind schon gespannt, wohin uns die Story bringt.
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» harding & associates architecture | Mitarbeiter

in SIDE BY SIDE » SONSTIGES 06.03.2021 20:50
von Evan Harding • 404 Beiträge

introduction
DARGESTELLT VON : Chris Evans

VOLLSTÄNDIGER NAME
Evan Leopold Harding

ALTER・STADTVIERTEL
38 Jahre alt・Back Bay

BESCHÄFTIGUNG
Architekt & CEO Harding & Associates Architecture

SCHREIBSTIL
ERSTE PERSON | DRITTE PERSON | BEIDES MÖGLICH

SCHREIBPROBE

1826 Tage. 1826 Tage hatte er seinen Sohn, abgesehen von vereinzelten Ausnahmen, gesehen. Die quälenden Wochen der Gerichtsverhandlungen waren nun aber vorüber und er hat endlich gewonnen und somit zumindest ein Stück Normalität zurückerlangt. Ganz gleich, ob ein Kinder geplant war oder nicht, war es für ein Elternteil wohl die schlimmste Vorstellung überhaupt, dieses nicht mehr sehen zu dürfen. Es wäre eine dreiste Lüge zu behaupten, dass Evan all das einfach so hatte über sich ergehen lassen. Er hatte gekämpft und dabei nicht selten sein Ziel aus dem Blick verloren. Selbst wenn die Scheidung an sich schlimm war, glich diese im Vergleich dennoch einem Luxusurlaub. Wer hätte auch gedacht, dass es einem Vater so schwer gemacht wird, das Sorgerecht für sein eigenes Kind zu bekommen. All das wollte er aber nun hinter sich lassen und einen Neuanfang starten, auch wenn er diese Rechnung wohl ohne Logan gemacht hatte.
Zu Beginn hatte Evan immer geglaubt, er würde seinem Sohn einen Gefallen tun, würde ihn aus den Fängen seiner Mutter und der Kommune nehmen, um ihm ein normales Leben bieten zu können. Diese Illusion wurde ihm aber bereits bei der Gerichtsverhandlung genommen. Sicherlich erzählte Logan wahrheitsgemäß, dass er seinen Vater vermisste und doch konnte der 38-Jährige in seinen Augen erkennen, dass er zwischen seinen Eltern hin und hergerissen war. Eine Scheidung war niemals leicht und gerade die Kinder litten an erste Stelle, obwohl sie am wenigsten Schuld hatten. Dennoch hielt dies Evan nicht davon ab weiter für seinen Sohn zu kämpfen.

Überrascht, über die kleine Sporttasche fragte er nicht näher nach. Es überkam ihm erneut so etwas wie Wut und das hatte hier einfach keinen Platz, schließlich sollte es ein Neuanfang werden. Logan starrte fast die gesamte Fahrt über aus dem Fenster und wann immer Evan versuchte ein Gespräch anzufangen, schaffte sein Sohn es mit nur wenigen Worten dafür zu sorgen, dass eben keins zustande kam. Es war eine ungewohnte Situation und die Stille im Auto sorgte nicht gerade dafür, dass das Eis brach – im Gegenteil. Er verstand durchaus, dass die Situation für seinen Sohn alles andere als leicht war, schließlich musste er innerhalb von fünf Jahren nun ein zweites Mal umziehen und lernen in einer neuen Gesellschaft zurecht zu kommen. So sehr Evan sich auch gewünscht hatte, dass ihr Wiedersehen einem Hollywoodfilm glich, wusste er, dass dieser Wunsch lediglich ein Wunsch bleiben würde. Auch wenn sie nun nicht mehr in West Roxbury lebten und Logan eigentlich die High School hätte wechseln müssen, sobald er bei seinem Vater lebt, konnte dieser in Anbetracht der Gesamtsituation doch dafür sorgen, dass er nun nicht auch noch eine neue Schule aufsuchen müsse, schließlich befand er sich in seinem letzten Jahr der High School.
Auch wenn er immer versuchte ein erneutes Gespräch anzufangen, unterließ er es nach einigen fehlgeschlagenen Versuchen und gab Logan einfach die Freiheit, die er offensichtlich brauchte. Als erneut der Blick auf seinen Sohn fiel, sah er, dass dieser eingeschlafen war. Unweigerlich schlich sich ein Lächeln auf seine Lippen. Logan war zwar schon lange nicht mehr der 12-Jährige, den Evan in Erinnerung hatte und doch erinnerte er ihn in genau diesem Moment so sehr an diesen, dass er es fast nicht übers Herz bringen konnte, ihn zu wecken, als sie in die Tiefgarage des Wohnkomplexes fuhren.

Vorsichtig rüttelte er an der Schulter seines Sohnes. „Wir sind da, du bist eingeschlafen.“ Entgegnete er sanft und öffnete die Tür. Einen Moment länger als gewollt, blieb sein Blick auf dem verletzen Gesicht seines Sohnes hängen. Sicherlich war auch Evan als Teenager kein Engel gewesen und doch konnte er die Sorgen nicht abstellen, schließlich war es alles andere als normal, regelmäßig mit einem blauen Auge nach Hause zu kommen. Bevor Evan selbst nach der Sporttasche greifen konnte, hatte Logan diese schon in der Hand und trottete desinteressiert Richtung Fahrstuhl.
Nachdem Violet mit Logan ausgezogen war, hatte Evan noch eine Weile in ihrem Haus in West Roxbury gelebt, letztlich aber schnell festgestellt, dass er einen Tapetenwechsel brauchte. Es war eine Leichtigkeit das Haus zu verkaufen, auch die Suche nach einem neuen Apartment lief dank guter Kontakte reibungslos und so standen sie nun in dem rund Hundertzwanzig Quadratmetergroßem Penthouse in Back Bay. Sicherlich hat auch so etwas wie Midlife Crisis bei dem Kauf eine Rolle gespielt, dennoch fühlte der Architekt sich inzwischen sehr wohl.
Die Worte seines Sohnes rissen ihn aus seinen Gedanken und die passive Aggression, die er in diesen hörte, sorgte dafür, dass sich sein Magen unschön zusammenzog. Nein, so hatte er sich das ganze wirklich nicht vorgestellt. Er hatte Verständnis für Logan, sogar eine ganze Menge, schließlich musste er sich erst einmal an alles neu gewöhnen und vielleicht sogar auch ein wenig an seinen Vater – nichtsdestotrotz schmerzte es, nun der offensichtlich Böse zu sein. „Dafür aber weniger klimaeffizient.“ Gab er nonchalant von sich und versuchte sich nicht anmerken zu lassen, was die Worte seines Sohnes in ihm auslösten. Ohne ein weiteres Wort zu verlieren, folgte er seinem Sohn, wie er das Penthouse begutachtete und sich jeden Raum in Ruhe ansah.
Evan deutete auf eine weiße Tür, hinter der sich zuvor ein Gästezimmer befunden hatte. Nachdem das Gerichtsurteil rechtskräftig war, hatte er gemeinsam mit einer Innenaustatterin seiner Firma das Gästezimmer in ein modernes Teenagerzimmer umgerüstet. Auch wenn dem Zimmer eindeutig leben fehlte, Logan sollte dieses füllen. Es war komisch ihn in dem Zimmer zu sehen, denn er war in den letzten fünf Jahren um einiges gewachsen und nur noch wenige Zentimeter kleiner als Evan selbst. Generell wirkte er schon lange nicht mehr wie der kleine Junge, den er in Erinnerung hatte. Er war deutlich erwachsener geworden.
Bevor Evan allerdings erneut etwas sagen konnte, holte Logan erneut zum Gegenschlag aus und traf dieses Mal genau ins Schwarze. Für einen Moment starrte er seinen Sohn perplex an und realisierte gar nicht, dass dieser nun das erste Mal Augenkontakt hielt. Er räusperte sich kurz, ehe er die Hände leicht vor der Brust kreuzte. „Ich weiß, dass es nicht einfach ist, alles was du die letzten fünf Jahre erlebt hast, hinter dir zu lassen und das verlange ich auch nicht. Ich will doch..“ er stoppte, schüttelte leicht den Kopf und startete dann von Neuem, schließlich war das hier sein Sohn mit dem er sprach und kein Angestellter, dem er gegenüber irgendwie rational klingen musste. „Hör zu, du musst mir nicht vor Freude um den Hals fallen, aber gegenseitiger Respekt sollte irgendwo doch vorhanden sein.“ Er ging einen Schritt auf Logan zu und lockerte die Arme. „Die Situation ist mehr als beschissen und ich wünschte, es wäre anders.“ Vorsichtig legte er seine Hände an die Schultern seines Sohnes, ehe er fortfuhr. „Aber es ist nun einmal so und wir müssen irgendwie versuchen, das Ganze hier zum Laufen zu bringen, sodass dein Leben wieder in geordneten Bahnen verläuft.“ Er lächelte vorsichtig und hoffte, auf Einsicht des Jüngeren. „Ich habe bereits mit der Schule gesprochen und für den Rest der Woche, bist du abgemeldet, damit du in Ruhe ankommen kannst.“ Er ging ein paar Schritte zurück, Richtung Kommode und öffnete die oberste Schublade. Aus dieser zog er einen Schlüsselbund und reichte diesem Logan. „Das sind alle Schlüssel. Auf den jeweiligen Anhängern steht, wofür diese sind.“ Erneut Griff er in die Kommode und reichte Logan einen Zettel. „Das sind die Codes für den Fahrstuhl und die Alarmanlage, sowie alle wichtigen Telefonnummern und weil ich nicht wusste, ob du eins hast..“ aus der Kommode holte er ein neu verpacktes IPhone und überreichte dies samt Simkarte Logan. „Habe ich mir gedacht, dass du ein Handy gut gebrauchen könntest.“ Er lächelte fast schon zufrieden und auch wenn er ihn nicht irgendwie bestechen wollte, fühlte es sich aber genau danach an. Er unterdrückte den Drang, eine Art Shoppingtour vorzuschlagen um den großen Kleiderschrank zu füllen.


STORYLINE :

»Können Sie sich erinnern, wann die Veränderungen angefangen haben?« wollte der streng aussehende Richter wissen, während die Augen einiger Anwälte auf ihm ruhten. Er wollte antworten, seiner Kehle entwich jedoch nur ein kaum hörbarer Laut. Kurz geräuspert, fand er endlich seine Stimme wieder, seine Blicke lagen allerdings weder auf dem Richter noch auf den Anwälten. Seine grünen Augen, lagen auf dem blonden Schopf der Frau, die einst seine ganze Welt war, welche inzwischen aber nicht einmal mehr einen Platz in seinen Erinnerungen einnahm. Emotional befand er sich meilenweit von diesem Gerichtssaal entfernt und versuchte noch immer zu begreifen, wie es zu diesem Tag kommen konnte. »So wirklich fest machen, kann ich das Ganze nicht mehr. Ich denke aber, dass es so um die fünf Jahre her ist, kurz nach einem recht schwierigen Schicksalsschlag für unsere Familie.« beantwortete er die Frage und ehe der Richter um eine Erläuterung bitten konnte, fuhr er auch schon fort. »Auch wenn unser Sohn zu diesem Zeitpunkt bereits fast 12 Jahre alt, wurde sie erneut schwanger. Zwei Monate vor errechnetem Entbindungstermin wurde jedoch kein Herzschlag mehr festgestellt und die Schwangerschaft musste beendet werden.« erneut räusperte er sich und versuchte Blickkontakt mit der Blondine herzustellen, jedoch vergebens, ihr Blick war stur auf ein paar Akten vor ihr gerichtet. »Sie können sich vorstellen, dass so etwas wie eine Welt für uns zusammenbrach. Während ich versucht habe unterstützend da zu sein, hat sie sich in die Arbeit gestürzt und versucht sich neu zu erfinden. Sie hat mehrere Yogakurse besucht und an Selbstfindungsseminaren teilgenommen.« Er sah zum Richter, welcher während seiner gesamten Erzählung Notizen gemacht hatte. »Ausgeführt wurden all diese Kurse und Veranstaltungen von der Golden Spring Inc?« Er nickte. »Was spricht dagegen, sich selbst neu zu erfinden und etwas für seine Gesundheit zu tun?« wollte der Anwalt neben der Blondine wissen und sah provokativ in seine Richtung. »Es spricht nichts dagegen. Ich kann ihnen versichern, dass ich zu Beginn sogar froh darüber war, dass sie den Verlust so gut verarbeiten konnte. Es blieb allerdings nicht dabei. Je mehr Kurse sie besuchte umso mehr schien sie sich zu verändern, schien kaum noch Interesse an einem normalen Leben außerhalb der Kurse zu haben. Immer mehr Freizeit steckte sie in diese und versuchte auch unseren Sohn zu diesen mitzunehmen, obwohl er in seinem Alter nichts davon wirklich brauchte.« Sein Blick ging durch den Raum, ganz offensichtlich musste er nach passenden Worten suchen. »Als sie dann irgendwann der Meinung war, mit unserem Sohn auf diese Farm zu ziehen, hörte mein Verständnis auf. Und auch wenn ich sie immer noch liebte, musste ich feststellen, dass das nicht mehr die Frau war, in die ich mich verliebt hatte. Wenige Tage später reichte ich die Scheidung ein. Ich hatte gehofft, dass alles reibungslos verlaufen würde und wir eine adäquate Lösung bezüglich des Sorgerechts finden würden, doch davon waren wir weit entfernt.« die nachfolgenden Erinnerungen brannten noch immer in ihm und egal wie sehr er auch versuchte diese von sich zu schieben, es gelang ihm nicht. »Während einer Geschäftsreise in London, zog sie ohne eine Mitteilung auf die Farm und nahm unseren Sohn mit. Seit fast fünf Jahren habe ich ihn nun nicht mehr gesehen. Jeder Kontaktversuch wurde von ihr und der Farm abgeblockt, teilweise sogar unter Gewaltandrohung. Dabei weiß ich von Lehrern meines Sohnes, dass es ihm nicht gut geht und seine Mutter ihrer Fürsorgepflicht offensichtlich nicht nachgehen kann.« Auch an diesem Verhandlungstag war der mittlerweile Siebzehnjährige nicht anwesend, ein Umstand, der ihn mehr schmerzte als er zugeben wollte. Nachdem er weitere zwei Stunden von den Veränderungen seiner Exfrau berichtet hat und ebenfalls mehrere psychiatrische Gutachten vorgelegt hatte, sprach der Richter endlich sein Urteil. »Hiermit geht das alleinige Sorgerecht an den Vater. Der Junge hat mit sofortiger Wirkung die Unterkunft seiner Mutter zu verlassen. Besuchstermine werden nur unter Aufsicht ermöglicht.« Kiloweise Steine fielen von seinem Herzen, auch wenn er sich bewusst war, dass nun eine ganze Menge Arbeit auf ihn zukommen würde.

Geboren im Winter 1982 sollte Evan Leopold Harding das einzige Kind der Familie bleiben. Er wuchs in einem ruhigen Vorort von New York City auf. Die Familie war nicht unglaublich reicht, konnte jedoch gut leben und ihrem Sohn so manches Hobby ermöglichen. Leopold war Ingenieur und arbeitete in einem Labor der NYU, auch wenn er zu seiner Zeit am MIT in Boston studiert hatte. Seine Frau Carolyn arbeitete als Lehrerin und später Schulleiterin der nahegelegenen Middle School, die gleiche Schule, die auch ihr Sohn im Laufe ihres Lebens besuchen würden. Zu seinen Eltern hatte er immer ein gutes Verhältnis und pflegt dieses auch heute noch. Evan weiß, dass er eine schöne und vor allem unkomplizierte Kindheit hatte und ist seinen Eltern sehr dankbar dafür. Leopold und Carolyn führten eine liebevolle und harmonische Beziehung - aufgebaut auf Vertrauen und Ehrlichkeit, wichtige Eigenschaften, welche sie auch an ihren Sohn weitergaben. Streitigkeiten gab es selten und wenn überhaupt beinhalteten diese nicht triviale Dinge, welche sie meistens nach ein paar Tagen schon wieder vollkommen vergessen hatten. Auch wenn es in der Nachbarschaft viele Kinder gab und Evan sich mit diesen gut verstand, sollte jedoch der Sohn einer befreundeten Familie so etwas wie sein Bruder werden. Die Familien kannten sich schon, bevor sie Kinder hatten und führten die Tradition des jährlichen Sommerurlaubs auch danach noch weiter. Während beide Jungs als Einzelkinder aufwuchsen, kam ihre Freundschaft und vor allem auch ihre ähnlichen Interessen wie gelegen und schnell stellten die beiden fest, dass sie im jeweilig anderen doch eher einen Bruder als einen Freund sahen. Auch wenn Evan in New York lebte und Vincent in Boston, sorgten die schnellen Busfahrten dafür, dass auch Treffen außerhalb der Feriensaison möglich waren.
In der Schule war Evan schon immer als kleiner Streber verschrien, er liebte es zu lesen und dieses Wissen mit anderen zu teilen, dabei hatte er immer ein Lächeln auf den Lippen, was letztlich auch dafür sorgte, dass das Wort Streber in seinem Zusammenhang wohl keine Beleidigung, sondern eher ein Kompliment war. Seine Schulnoten waren im Großen und Ganzen überdurchschnittlich, auch wenn er in manchen Fächern eher durchschnittliche Noten schrieb. Leopold und Carolyn haben ihren Sohn schon immer in allem unterstützt und waren keine Eltern, die extrem Druck auf ihr Kind ausübten, auch wenn eine gewisse Schulbildung durchaus wichtig war, gerade für Carolyn, die schließlich selbst Pädagogin war.
Sicherlich hatte er auch in seiner Schulzeit Freunde, und doch schienen nur sehr wenige an die Freundschaft zu Vince heranzukommen. Im Verlauf ihrer Schullaufbahn beschlossen beide sogar, das selbe zu studieren und gemeinsam in Boston zu leben. Beide interessierten sich schon immer für Architektur und so war es fast schon die logische Folge, dass sie dies studieren würden – das MIT in Boston bot den perfekten Studiengang an und obwohl Leopold seinen Sohn in jeder Entscheidung unterstützt hätte, war er hier doch besonders froh, dass Evan sich für seine ehemalige Universität entschieden hat. Als beide Jungs schließlich ihre Zusage erhielten, stand dem ganzen Plan nichts mehr im Weg.

Während seiner Studienzeit lernte er die gleichaltrige Violet kennen. Während Violet an der NYU studierte, besuchte ihr Freund ebenfalls das MIT. Er studierte ebenfalls wie Evan und Vince Architektur, wie ganz von selbst entwickelte sich eine Freundschaft und irgendwann waren es nicht mehr nur die Wochenendparties die sie miteinander verbrachten. Während Evan schnell feststellte, dass er verbotenerweise Gefühle für Violet entwickelt hatte, schien die Blondine eher weniger Interesse an Evan zu haben, als dieser ihr aber bei einem Umzug half änderte sich dies. Charakterlich war Evan sicherlich kein Spießer und doch würde er einem Freund niemals die Freundin ausspannen, das nahm er sich jedenfalls vor.
Während eines Stromausfalls kamen sich die Beiden dann aber doch näher und fingen schließlich eine heimliche Affäre an. Evan fühlte sich unglaublich schlecht dabei, hatte allerdings nicht den Mut ehrlich zu sein und so wusste lediglich Vince von der Affäre. Fast ein Jahr lang lief das Ganze, bis ihr Kartenhaus von heute auf morgen zusammenbrechen sollte. Violet wurde ungeplant schwanger und die Affäre kam ans Tageslicht, da ihr Freund nach einem Autounfall in seiner Jugend keine Kinder mehr zeugen konnte, und so offensichtlich war, dass Evan der Vater des Kindes ist. Durchaus überfordert mit der Gesamtsituation, dachte er nicht groß darüber nach und machte Violet einen Antrag. Es war sicherlich nicht die romantische Liebesgeschichte, die sie verdient hatten und doch war ihre Liebe echt. Ende 2003 erblickte ihr Sohn das Licht der Welt und nur wenige Monate nach seiner Geburt heirateten die beiden – Vince, der inzwischen ebenfalls Vater geworden ist, war selbstverständlich sein Trauzeuge.

Trotz Ehe und Kindererziehung schafften es beide ihr Studium ohne großen Verzug zu beenden, nicht zuletzt auch dank der Hilfe ihrer Eltern. Sein hervorragender Studienabschluss sorgte dafür, dass Evan in einer großen Architekturfirma anfangen konnte und somit gut für seine Familie sorgen konnte, selbst wenn Violet sich dazu entschieden hätte, nur Hausfrau und Mutter zu sein. Seine Familienplanung ist zwar nicht so gelaufen, wie er sich vorgestellt hatte und doch war er glücklich über seine kleine Familie. Ihr Sohn war ihr ganzer Stolz und die Liebe zu Violet festigte sich von Tag zu Tag. Als Evan sich pünktlich zu seinem dreißigsten Geburtstag selbstständig machte, sollte die Familie ihren Höhepunkt erreicht haben. Während Evan als CEO tätig war, übernahm Vince, neben seiner Dozententätigkeit die Position eines Partner und innerhalb weniger Jahre wuchs die Firma zu einer der renommiertesten Architekturbüros New Englands.
Die ungeplante Schwangerschaft 2015 sollte jedoch die gesamte Familie auf den Kopf stellen. Während Violet und Evan zwar überrascht waren, freuten sie sich auf den Nachwuchs und auch ihr Sohn schien trotz seines Alters froh darüber zu sein, die Aufmerksamkeit seiner Eltern teilen zu müssen. Es hätte alles so perfekt sein können, als jedoch zwei Monate vor der Geburt kein Herzklopfen mehr festgestellt werden konnte, brach eine Welt zusammen. Sicherlich hatte man schon davon gelesen oder auch mal im größeren Bekanntenkreis davon gehört, jedoch rechnete man nicht damit, dass es einen selbst treffen würde. Evan trauerte um sein ungeborenes Kind und auch Violet schien zu Beginn unter dem Verlust zu leiden. Sie versuchten sich gegenseitig Halt zu geben und gemeinsam, als Familie, diesen Schicksalsschlag zu durchstehen und schon nach wenigen Wochen schien die Blondine wie ausgewechselt zu sein. Sie stürzte sich in die Arbeit und schien sich vollkommen neu zu erfinden. Angefangen mit Yogakursen, kamen später sogar Meditations- und Selbstfindungsseminare dazu. Hätte Evan zu diesem Zeitpunkt schon gewusst, wie das ganze Enden würde, hätte er Violet niemals unterstützt.
Langsam, aber sicher wurde Violet zu einem Mitglied der Golden Spring Community und sollte nur wenige Monate später nicht wiederzuerkennen sein. Als sie schließlich mit ihrem Sohn auf die Farm der Community ziehen wollte, brannte in Evan etwas durch – es kam zu seinem Streit und nur wenige Tage später reichte er die Scheidung ein. Er konnte Violet nicht wiedererkennen und als sie kurz darauf auch noch ihren Job aufgab, um ganztäglich für die Community zu arbeiten, spürte er, dass er die Reißleine ziehen musste. Er hoffte darauf, dass die Scheidung Violet wachrütteln würde, doch das genaue Gegenteil war der Fall. Während Evan auf einer Geschäftsreise in Europa war, nutzte Violet die Gelegenheit und zog gemeinsam mit ihrem Sohn auf die Farm und ließ Evan allein zurück.
Die letzten fünf Jahre versuchte er krampfhaft seinen Sohn zurück zu bekommen, denn nicht einmal Besuche ließ Violet zu. Immer wieder versuchte er Kontakt zu dem Teenager aufzunehmen, wurde jedoch von seiner Exfrau und anderen Mitgliedern der Community abgeblockt – als Außenstehender hatte er keinen Zutritt zur Farm. Hätte es nicht eine besorgte Lehrerin seines Sohnes gegeben, würde dieser vermutlich noch immer in der Community leben. Die engagierte Pädagogin wandte sich an Evan, da sie bei Violet auf taube Ohren stieß. Die Noten des Teenagers und auch seine sozialen Interaktionen wurden von Jahr zu Jahr besorgniserregender. Es war schon fast offensichtlich, dass er psychisch unter den ganzen Veränderungen litt. Für Evan war das Grund genug, um das alleinige Sorgerecht zu beantragen, welches er schließlich nach einem langen Gerichtskampf erteilt bekam.
Sicherlich liebte er seinen Sohn noch immer bedingungslos und doch mussten sie sich in gewisser Weise nun erneut kennenlernen und eine neue Bindung zueinander aufbauen, denn die letzten fünf Jahre waren nicht nur für den Architekten eine Qual gewesen. ..tbc..


person of interest

BEZIEHUNG ZUEINANDER :
Mitarbeiter

CHARAKTERBESCHREIBUNG
& GEMEINSAME VORGESCHICHTE :

Harding & Associates Architecture haben als relativ kleines Architekturbüro begonnen und sind im Laufe weniger Monaten zu einer der renomiertesten Büros der Ostküste aufgestiegen. Die Kunden reichen von Privatleuten, über Prominente bis hin zu großen Firmen. Inzwischen hat die Firma zwei große Büros in Boston, mit über 200 Mitarbeitern.

Für beide Büros werden nun Mitarbeiter gesucht:
- Partner / Vorstandsmitglieder
- Architekten
- Assistenten
- Studenten
- Praktikanten

Du denkst, dass dein Chara gut in die junge Firma passt? Dann würde ich mich wirklich freuen, wenn du mein Gesuch mit deinem Chara verbindest.



AVATAR VORSCHLAG : Deine Wahl, es sollte jedoch zum Alter passen.

VOLLSTÄNDIGER NAME
XX XX

ALTER・STADTVIERTEL
zwischen 20 & 45 Jahre alt [je nach Position] ・XX

BESCHÄFTIGUNG
Angestellte von Harding & Associates Architecture

SCHREIBSTIL WUNSCH
ERSTE PERSON | DRITTE PERSON | BEIDES MÖGLICH

PROBEPOST ODER -PLAY?
ALTER POST | NEUER POST | PROBEPLAY
[ sofern ihr einen neuen Post haben möchtet, wäre es schön, wenn ihr eine Idee vorgebt, damit der Suchende es ein wenig einfacher hat ]

ZUSÄTZLICHE INFORMATIONEN
Natürlich solltest du Spaß an deinem Charakter haben und am Forengeschehen teilnehmen. Ich bin sehr entspannt und wünsche mir, dass du selbst auch aktiv auf Kontaktsuche bist und dich nicht nur auf mich verlässt - ich bin aber selbstverständlich da und unterstütze dich, solltest du Hilfe benötigen. Es wäre schön, wenn der Kontakt auch neben dem Play besteht, zum Beispiel im Social Media Bereich oder im Gästebuch.
Ich freue mich auf jedenfall auf dich


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zuletzt bearbeitet 13.04.2021 11:57 | nach oben springen


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